Nach den Schöpfungssagen des japanischen Volkes traten einstmals die Urgötter Izanagi und Izanami in die Welt und blickten über die unendliche Weiten des ursprüglichen Chaos. Die Welt bestand nur aus Wasser und die Götter fanden kein Land, worauf sie sich niederlassen konnten. Izanagi, noch auf der heiligen Himmelsbrücke stehend, stieß daraufhin seinen kostbaren, mit Edelsteinen und Korallen verzierten Speer in die Fluten. Die herabfallenden Wassertropfen gerannen an der Klinge der Lanze, verformten sich und wurden an den Stellen, wo sie das Meer berührten, zum ersten Land der neu erschaffenen Welt, den heutigen japanischen Inseln ...Wenn auch Legende, vermittelt uns diese Überlieferung doch einen Eindruck vom hohen Ansehen des Speeres am Anfang der jungen japanischen Zivilisation. Die erste erwähnte Waffe der Menschheit überhaupt - nach Ansicht der Japaner. 

Vor langer Zeit lernten und meisterten die Samurai Katana (Sword), Yari (Speer) und Naginata (Sichellanze), Yumi (Pfeil und Bogen) und Bajutsu (reiten), als eine Unterart der Kampfkunst lernten sie Kumiuchi (waffenlose Kampftechniken). Ohne eine gute waffenlose Technik, zum Beispiel wie bewege ich meinen Körper, ist eine gute Technik beim führen einer Waffe nicht zu erreichen. Ein anderer Grund weshalb Samurai die waffenlosen Techniken trainierten war, dass es im Kampf oft vorkam, dass eine Waffe zerbrach oder verloren ging. Was blieb dem Samurai dann zur Verteidigung? Es ist das letzte Werkzeug jeder Person, sein Körper. Jiu-Jitsu Techniken sind die letzten verfügbaren Waffen. Echte Samurai praktizieren viele der Taijutsu (Jiu-Jitsu, Torite Jutsu, Yawara etc.) übungen.

Yari & Naginata